Selbstbestimmung von klein auf

Wir fordern eine Streichung des § 1631d BGB, welcher die Entscheidung über die nicht medizinisch gebotene Beschneidung von minderjährigen Jungen in das Ermessen der Erziehungsberichtigen stellt. Die Entfernung der Vorhaut ist ein irreversibler Eingriff an einer höchst intimen Körperstelle. Die Auswirkungen des Eingriffs auf die Sexualität und Psyche des späteren Mannes sind nicht abschließend geklärt und in der Wissenschaft umstritten.

Daher fordern wir, dass jeder minderjährige Junge selbst über die Vornahme einer Beschneidung entscheiden kann sobald er dazu Reif genug ist. Jeder muss die Möglichkeit haben selbst über seinen Körper zu entscheiden. Dies gilt erst recht für nicht notwendige und irreversible Eingriffe.

Diesen und weitere Beschlüsse inkl. Begründung findest Du in unserer Beschlusssammlung.